Mitteldeutsche Compliance-Konferenz 2017

Unternehmer diskutieren Compliance Systeme für den Mittelstand.
Rund einhundert Gäste waren der Einladung des Industrievereins Sachsen 1828 e.V und des Dresdner Gesprächskreises der Wirtschaft und der Wissenschaft am 16. März zur zweiten Mitteldeutschen Compliance-Konferenz gefolgt.
Mitteldeutsche Compliance-Konferenz 2017
Prof. Dr. Hans J. Naumann, Präsident des Industrievereins, und Dr. Michael von Bronk, Präsident des Dresdner Gesprächskreises, betonten zu Beginn der Konferenz die Notwendigkeit eines Compliance-Systems auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Compliance-Verstöße könnten für Unternehmen – aber auch die beteiligten Manager – im schlimmsten Fall existenzbedrohend sein. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen sei dieses Risiko nicht zu unterschätzen, weshalb man hier vorbeugen sollte.
Auch für die Stadtverwaltung sei Compliance ein wichtiges Thema, so die Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz, Barbara Ludwig, in ihrem Grußwort. Compliance bzw. regelkonformes Verhalten trage wesentlich zur Stabilisierung der Demokratie bei. Die Verwaltung habe kürzlich eine Schwachstellenanalyse in Auftrag gegeben. Dabei würden die Prozesse in ihrer Gesamtheit aus verschiedenen Perspektiven betrachtet und auf potentielle Risiken hin bewertet.
Für eine ganzheitliche Betrachtung der jeweiligen Unternehmensabläufe plädierte auch Rechtsanwältin Dr. Almuth Werner von der eureos GmbH. In ihrem Vortrag ging sie unter anderem auf die unterschiedlichen Compliance-Richtlinien in Ländern wie den USA, Russland oder China ein.

 

 

Wichtig sei vor allem, dass regelkonformes Verhalten von der Spitze eines Unternehmens vorgelebt werden müsse, betonte die Rechtsanwältin und Compliance-Managerin Manon Brindöpke. Am Beispiel von thyssenkrupp erläuterte sie das umfangreiche Compliance-System eines global agierenden Konzerns mit 150000 Mitarbeitern. Compliance wird hier vor allem als Haltungsfrage betrachtet. Lieber auf ein Geschäft verzichten, als gegen gesetzliche Regeln zu verstoßen, laute die Maxime bei thyssenkrupp, so Brindöpke. Insgesamt habe der Konzern 339 Compliance-Beauftragte benannt.
Wie ein Compliance-System auch mit weniger personellem Einsatz funktionieren kann, zeigte Matthias Domes, Geschäftsführer der domeba distribution GmbH Am Beispiel des Arbeitsschutzes erläuterte er die Funktionsweise seiner Compliance-Software.

Einblicke in die
Mitteldeutsche Compliance-Konferenz 2017

  • Mitteldeutsche Compliance-Konferenz 2017 Teilnehmer Gäste
  • Prof. Dr. Hans J. Naumann, Präsident des Industrievereins
  • Dr. Michael von Bronk, Präsident des Dresdner Gesprächskreises
  • Lars Fassmann Compliance Preisträger 2015 - Unternehmen chemmedia AG
  • Gesprächsrunde mit Lars Fassmann, Dr. Almuth Werner, Brindöpke von thyssenkrupp usw.
  • Mitteldeutsche Compliance-Konferenz 2017 Teilnehmer und Gäste

  • Prof. Dr. Hans J. Naumann, Präsident des Industrievereins

  • Dr. Michael von Bronk, Präsident des Dresdner Gesprächskreises

  • Lars Fassmann Compliance Preisträger 2015 – Unternehmen chemmedia AG

  • Gesprächsrunde mit Lars Fassmann, Dr. Almuth Werner, Brindöpke von thyssenkrupp usw.

Eine ebenfalls sehr moderne Herangehensweise präsentierte Lars Fassmann, Compliance-Preisträger von 2015, unter der Überschrift „Compliance und die Generation Z“. Das Erzeugen von Relevanz, die Nutzung der Kommunikationswerkzeuge der Generation Z und eine offene Unternehmenskultur seien für ein gutes Compliance-Management unerlässlich, so der Vorstand der Chemmedia AG.
Wie man ein Compliance-System in ein mittelständisches Unternehmen implementiert, stand im Mittelpunkt der anschließenden Podiumsdiskussion. Dass der Mittelstand ist compliant ist und Regeln durchaus vorhanden sind, darin waren sich die Diskutanten einig. Die bestehenden Regeln zu bündeln und in ein funktionierendes und nachhaltiges System zu bringen, sei die Herausforderung, so die Geschäftsführerin der effiup GmbH, Susanne Meinel.